Vom "die da" zum "wir": dem Gegenüber gleichwürdig, in gleicher Würde, begegnen.

Beziehungskompetenz

Immer wieder bin ich fasziniert, was sich in fest­gefahrenen Situationen verändert, wenn die Beziehung in den Fokus gestellt wird. Wenn es nicht mehr um Macht und Ohnmacht geht, sondern darum, einander auf Augen­höhe zu begegnen. Wenn es nicht mehr um Schuld geht sondern um gemeinsame Verantwortung. Wenn aus dem "die da" ein "WIR" wird.

Wer beziehungs­kompetent führt, begegnet dem Gegenüber gleichwürdig, in gleicher Würde. Wer den Fokus auf die Beziehung richtet, richtet ihn immer auch auf sich selbst und erforscht die eigene Persönlichkeit. Meine Lieblings­fragen dabei: Was hat das alles mit mir zu tun? Wie kann ich in eine Position kommen, wo ich führen kann? Wie kann ich trotzdem in Beziehung bleiben?

Fast 10 Jahre engagierte ich mich zusammen mit Urs Eisenbart mit FOKUS BEZIEHUNGSKOMPETENZ für mehr Beziehungsarbeit in Schulen: Damit Schule gut tut. Was in der Auseinander­setzung mit der Schule begann, inspiriert mein Leben und meine Arbeit inzwischen weit über die Schule hinaus.

Die Auseinandersetzung mit Beziehungskompetenz erweitert ein Handlungsrepetoire, das beziehungsstärkend, selbstwirksam und authentisch ist.

Beziehungskompetenz ist auch Kommunikations­kompetenz: Eine Kommunikation, die wertschätzend, achtsam und persönlich ist. Die sich der eigenen Werte bewusst ist und diese aufzeigt. Klar und transparent.

Beziehungskompetenz ist Ent-Wicklungs­kompetenz: Sie nimmt das, was sich gerade zeigt, in den Blick. Sie hilft Problem­stellungen zu ent-wickeln, löst ein Gnosch so, dass die einzelnen Fäden, Stränge wieder sicht- und bewegbar werden.

So ist Beziehungskompetenz nicht nur bedeutend im pädagogischen Bereich. Die Auseinander­setzung mit dem Familien­therapeuten Jesper Juul (Beziehungskompetenz) und mit Haim Omer (neue Autorität), sowie mit Neuro­wisssen­schaftern wie Joachim Bauer und Gerhard Hüther haben sich in meiner Haltung gegenüber dem Menschen in beruflichen wie in privaten Bereichen bestärkt. Sie prägen mein Menschenbild und sind mir Leitlinie, wie ich anderen begegne, wie ich als Coach, Supervisorin, Weiter­bildnerin oder Impuls­geberin mit Menschen in Beziehung komme.